Remise des Cartes 2010 bei den Kommunisten

»Ohne Veränderungen in
den Besitzverhältnissen geht es nicht«


Weil Patronat und Regierung die negativen Folgen der kapitalistischen Krise auf die Lohnabhängigen abwälzen und in der nationalen Tripartite Sozialabbau und eine höhere Belastung der arbeitenden Menschen beschließen wollen, sei seitens der Organisationen der Schaffenden Solidarität und breiter Widerstand erfordert. Das erklärte KPL-Präsident Ali Ruckert anläßlich der »Remise des cartes« der Kommunisten
am 30. Januar 2010 in Differdingen.

Sektionspräsident Edoardo Tiberi kritisierte in seiner Begrüßungsrede den Schöffenrat von DP und Déi Gréng, der falsche Schwerpunkte setze, dringend notwendige Infrastrukturarbeiten vernachlässige, eine unternehmerfreundliche Politik betreibe und die Einwohner zunehmend zur Kasse bitte. Ein Wechsel in der Gemeindeführung müsse bei den Kommunalwahlen im Jahr 2011 herbeigeführt werden, eine kommunistische Präsenz im Gemeinderat sei dringend erfordert.

KPL-Präsident Ali Ruckert ging in seiner Ansprache näher auf die kapitalistische Krise ein und machte am Beispiel der Brauerei Diekirch deutlich, dass die auf den kurzfristigen Maximalprofit aus¬gerichteten Interessen der Kapitalisten in diametralem Gegensatz zu den Interessen der schaffenden Menschen stehen.

Für eine breite Front gegen Sozialabbau und
zusätzliche Belastungen

Notwendig sei eine breite gewerkschaftliche, politische und soziale Front, um solidarisch und mit Erfolg Widerstand gegen den Abbau von Arbeitsplätzen durch das Patronat und Sozialabbau durch die Regierung zu leisten. Darin seien die Kommunisten sich mit allen Lohnabhängigen und Gewerkschaften einig, die
am 16. Mai 2009 dagegen manifestiert hatten, dass die negativen Auswirkungen der kapitalistischen Krise auf die Schaffenden abgewälzt werden sollen. Jetzt müsse verhindert werden, dass in der Tripartite, unter dem Vorwand der »nationalen Solidarität« beschlossen wird, die Schaffenden zusätzlich zu belasten. 

Darüber hinaus setzen die Kommunisten sich dafür ein, dass grundlegende Veränderungen in den Besitzverhältnissen vorgenommen und eine Reihe von Betrieben verstaatlicht und unter der Kontrolle der Belegschaften und der Gewerkschaften weiterproduzieren werden, ansonsten das Groß- und Finanzkapital weiter am langen Hebel sitzen wird.

Nach einem gemeinschaftlichen Essen überreichte der KPL-Präsident die Mitgliedskarten für das Jahr 2010 an die anwesenden Parteimitglieder.