Damit die Bierproduktion und die Arbeitsplätze erhalten bleiben – »De Mënsch virum Profit!«
»Den Dikrecher muss zu Dikrech bleiwen!«
Die Fakten sind bekannt: Der brasilianisch-belgische Konzern Anheuser-Busch InBev will die Brauerei Diekirch bis Sommer 2010 schließen, die Produktion, die Abfüllung und den Logistikbereich nach Belgien auslagern und 63 Beschäftigte entlassen. Wird diese Absicht Wirklichkeit, wird mit einem Schlag eine über hundertjährige Brauereikultur in Diekirch beendet.
Der Konzern will die Schließung der Brauerei mit einem Rückgang des Bierkonsums, Überkapazitäten und zu hohen logistischen Kosten rechtfertigen.
Tatsache ist aber, dass die »Brasserie de Luxembourg« in Diekirch allein im Jahr 2008 fünf Millionen Euro (rund 200 Millionen alte Luxemburger Franken) Nettoprofit machte. Das waren 13.698 Euro am Tag!
Tatsache ist, dass der Konzern, um in neue Märkte vorzudringen, in der ganzen Welt Brauereien aufkaufte, um sie danach zu schließen.
Tatsache ist, dass diese Strategie, die von der EU begünstigt und von der Regierung nicht behindert wurde, auch in Luxemburg ohne Rücksicht auf das kulturelle Erbe, die gesellschaftlichen Strukturen und die Beschäftigung durchgesetzt wurde.
Der Inbev-Konzern ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie der gegenwärtige Raubtierkapitalismus funktioniert. Er hat keinerlei Hemmungen, wenn es darum geht, kurzfristige Maximalprofite zu erzielen. Die in Diekirch, in Belgien und Deutschland geplanten Massenentlassungen sind ein weiterer Beweis dafür.
Die Brauerei Diekirch muss nationalisiert werden
Wie kann verhindert werden, dass die Arbeitsplätze vernichtet werden, die Bierproduktion eingestellt, die Brauerei geschlossen und das Gelände verscherbelt wird?
Um die Brauerei und die Arbeitsplätze zu retten, kann es langfristig nur eine Lösung geben: die Brauerei muss nationalisiert, und die Produktion der Biere der Marke »Diekirch« und »Mousel« muss unter der Regie der Belegschaft fortgesetzt werden. Das hätte übrigens auch mit der Fabrik von Villeroy & Boch in Rollingergrund geschehen müssen!
Die Regierung und das Parlament, die in der Vergangenheit die Finanzspekulation und die Konzerne schalten und walten ließen, den Banken Geschenke in Milliardenhöhe machten und Hunderte von Millionen Euro für militärische Aufrüstung verpulvern, statt eine Industriepolitik im Interesse der schaffenden Menschen zu machen, sind gefordert. Die Bevölkerung aus Diekirch und aus dem ganzen Land muss Druck machen, damit sie sich diesmal nicht aus der Verantwortung stehlen.
Es geht um die Brauerei, die Arbeitsplätze und die Zukunft von Diekirch. Es geht um die Interessen der Schaffenden Menschen. »De Mënsch virum Profit!«
Kommunistische Partei Luxemburgs (KPL)










