Veranstaltung der Femmes Communistes zum
Internationalen Frauentag

»Den Kampf für Emanzipation und soziale Gerechtigkeit müssen wir gemeinsam führen«


frauentag

Zusammen müssen wir uns gegen Sozialabbau und Armut und für die Emanzipation und Gleichberechtigung der Frauen einsetzen. Das erklärte Romy Krischler anläßlich der Veranstaltung der Femmes Communistes aus Anlaß des Internationalen Frauentages, am 8. März in der Brasserie de l’Arrêt in Luxemburg-Merl.

Eingangs ihrer Ausführungen erinnerte sie die Anfänge des Internationalen Frauentages, der auf Anregung der sozialdemokratischen Frauenrechtlerin und späteren Kommunistin Clara Zetkin erstmals 1910 begangen wurde.

In Luxemburg wurde der Internationale Frauentag das erste Mal im Jahr 1945 von der von kommunistischen Frauen gegründeten »Union des Femmes Luxemborgeoises«, deren erste Präsidentin Claire Urbany war, gefeiert.

Romy Krischler hielt fest, dass die kommunistischen Frauen von Anfang nicht nur ganz allgemein für die Gleichberechtigung der Frauen in allen Gesellschaftsbereichen eintraten, sondern insbesondere auch für die Emanzipation der Arbeiterfrauen, gleiche Löhne für gleiche Arbeit, bezahlbare Kinderkrippen für alle die sie in Anspruch nehmen wollen und für soziale Gerechtigkeit kämpften.

Auch wenn seither manches erreicht wurde, so sei man heute noch weit von der tatsächlichen Gleichberechtigung der Frauen entfernt.

Die Rednerin stellte fest, dass sehr viele Frauen auch heute noch große Schwierigkeiten haben, Arbeit und Haushalt unter einen Hut zu bekommen, was unter anderem auf den Mangel an geeigneten und bezahlbaren Betreuungsstrukturen von Kindern zurückzuführen ist und dazu führt, dass ein großer Teil der arbeitenden Frauen auf einen Teilzeitjob zurückgreifen müssten, was niedrigere Löhne und später niedrigere Renten zur Folge habe.

Romy Krischler erinnerte zudem an die von der CSV/LSAP-Regierung beschlossenen sozialen Verschlechterungen, darunter die Indexmanipulation, an die Erhöhung der Eigenbeteiligung im Gesundheitsbereich, die massiven Preiserhöhungen für Lebensmittel und Mieten. Der Kinderbonus sei angesichts dieser Preislawine nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Scharf verurteilte die Rednerin, dass die Regierung immer mehr Geld für militärische Aufrüstung ausgibt, während Arbeitslosigkeit und Armut im Land immer größer werden. Sie rief dazu auf, den Kampf gegen Sozialabbau und Diskriminierung und für Emanzipation und die Abschaffung der kapitalistischen Ausbeutergesellschaft gemeinsam zu führen.

Nach dem politischen Teil der Veranstaltung wurde der kulturelle Teil bis spät in die Nacht von der kubanischen Salsa-Gruppe »La Sonora« gestaltet.

Internationaler Frauentag

Ehrung für die kommunistischen Frauen
in der Resistenz


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Als Hitlerdeutschland 1940 Luxemburg besetzte, hatte die Kommunistische Partei Luxemburgs sich als einzige Partei dem Diktat der Nazis, die politischen Parteien müssten sich auflösen, widersetzt. Die Kommunisten setzten ihren Widerstand gegen die Faschisten in der Illegalität fort, weshalb viele von ihnen von den Besatzern ins Gefängnis gesperrt, gefoltert und im Konzentrationslager ermordet wurden. Unter den kommunistischen Militanten, die in der Resistenz aktiv waren, waren auch zahlreiche Frauen, die illegale Flugblätter und Zeitungen verteilten, nachts heimlich Handzettel gegen die Nazis klebten, sich an Geldsammlungen für die Herstellung antifaschistischer Propaganda und für die Unterstützung der Familien der eingesperrten Patrioten beteiligten, Kleidung und Lebensmittel in die Verstecke Luxemburger Wehrmachtdeserteure brachten und als Kuriere der Resistenz tätig waren. Viele der kommunistischen Resistenzlerinnen wurden Opfer des nazistischen Terrors und kamen ins KZ.

Um den kommunistischen Frauen zu gedenken, die in der Resistenz tätig waren, legten die Femmes Communistes am 1. März 2008, im Vorfeld des Internationalen Frauentages, Blumen an der Gedenktafel an der Düdelinger Gemeinde nieder. Auf dieser Gedenktafel steht auch der Name der Kommunistin Eléonore Preti, die bereits während der 30er Jahre in der »Roten Hilfe« und anschließend in der Resistenz tätig war. Zusammen mit ihrer 17-jährigen Tochter Blanche Smeets wurde Eléonore Preti am 2. September 1944 von der SS in Düdelingen ermordet.


Kurz- und mittelfristige Forderungen
der Femmes Communistes


* Für das Recht auf Arbeit für alle Frauen, die es in Anspruch nehmen wollen.

* Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, gleiche Einstellungs- und Aufstiegschancen für Männer und Frauen, um eine eigene soziale Absicherung zu garantieren. Sofortige Abschaffung der Doppelbesteuerung.

* Erhöhung des Mindestlohns. Kleine Löhne und Gehälter führen zwangsläufig zu kleinen Renten. Eine abgeschlossene Ausbildung für alle muss angestrebt werden.

* Die Einführung der Ganztagsschule (mit Schulkantinen und außerschulischer Betreuung mit Hausaufgabenhilfen), so dass wesentliche Hindernisse für die Berufstätigkeit der Frau aus dem Weg geräumt sein werden.

* Die öffentlichen Kinderkrippen müssen von ihrer Anzahl und Qualität her, den bestehenden Bedürfnissen angepasst werden, und von ihrem Preis her, für Kinder von Familien und Alleinerziehenden aus allen sozialen Schichten zugänglich sein.

* Eine angemessene Sexualerziehung in der Schule.

* Eine effektive Hilfe bei einer Schwangerschaft, das heißt auch Entkriminalisierung der Abtreibung. Nach wie vor muss ein Schwangerschaftsabbruch im Ausland vorgenommen werden. Wir fordern die Bekämpfung der Zuhälterei und des Frauenhandels in Luxemburg. Frauenhäuser müssen noch mehr Unterstützung bekommen, um notdürftigen und alleinerziehenden Frauen eine bessere Hilfestellung leisten zu können.

Contre tout démontage social

Mettez fin aux mesures d’austérité
décidées par la tripartite


achat

Alors que la situation financière de l’Etat est excellente (elle l’était également il y a deux ans), le gouvernement luxembourgeois est décidé à maintenir en vigueur les mesures d’austérité infligées en 2006 aux citoyens – un cadeau aux entreprises sous prétexte de protéger leur compétitivité –, qui ont des conséquences néfastes sur le pouvoir d’achat.

En réalité, les mesures prises dans le cadre de la tripartite, à savoir:

– la manipulation de l’indice (la conséquence est la perte d’un demi salaire mensuel jusqu’en 2009 pour chaque travailleur),

– la désindexation des allocations familiales – le décalage de l’ajustement des rentes

– l’augmentation de la contribution à l’assurance dépendance

– l’augmentation flagrante des taxes sur véhicules.

Ces mesures font que le nombre des gens vivant dans des conditions précaires augmente constamment. S’y ajoute une hausse sensible des taxes communales (eau, électricité, ordures, etc.), qui aggrave la situation financière de beaucoup de citoyens à revenus bas ou moyens.

La bonification pour enfant ne changera rien à cette situation. Il est même irresponsable de la part des responsables politiques à encourager des gens ne disposant pas de ressources suffisantes et vivant parfois dans des conditions désastreuses, à avoir des enfants auxquels ils ne pourront offrir des conditions de vie adéquates, pour pouvoir bénéficier de cet argent. En plus, cette petite « aide financière » aux familles avec enfants a un caractère très injuste, vu que beaucoup de jeunes gens et de personnes âgées n’ayant pas d’enfants ne reçoivent pas cette soi-disant aide financière.

Il serait plus opportun de prendre des mesures efficaces contre la pauvreté, afin qu’un chacun puisse offrir à ses enfants ce dont ils ont besoin.

Il est incompréhensible que dans le courant des dernières années le gouvernement a d’un côté constamment investi dans le budget militaire alors que de l’autre côté il procède au démontage des acquis sociaux. Une manière de procéder qui est scandaleuse. Les moyens pour protéger et développer nos acquis sociaux sont disponibles près du grand capital et du capital financier.

Le Parti Communiste Luxembourgeois (KPL) est le seul qui a dès le début manifesté et mené une compagne contre tout ce démontage social. Aussi nous revendiquons que le gouvernement retire toutes ces mesures d’austérités. S’il estime que les finances d’Etat sont mauvaises, qu’il prenne l’argent où il se trouve:

– en rétablissant l’impôt sur la fortune, – en augmentant le taux d’impôt maximal à 56 %,

– en haussant les impôts sur le bénéfice,

– en introduisant une taxe à valeur ajoutée sur les transactions boursières.

Les bénéfices du grand capital et du capital financier ne cessent d’augmenter et les grandes entreprises par manie de profit, (nous ne visons nullement les petits commerçants), restructurent ou ferment leurs portes en escomptant d’accroître leurs bénéfices ailleurs. Les conditions de travail empirent. Les mots « plein emploi » et « flexibilité » ont un goût amer, vu que cela signifie pour les salariés se contenter de contrats de travail à durée déterminée et de conditions de travail pénibles.

Seul un changement radical du système capitaliste en une société socialiste peut empêcher que d’un côté la richesse se concentre de plus en plus entre les mains d’une minorité qui s’enrichit constamment et que de l’autre côte la masse des gens est de plus en plus menacée par la pauvreté.

Georgette Schweich

Frauen im Handel

Es wird immer schwieriger, Familie und Beruf unter einen Hut zu kriegen


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Die kapitalistische Gesellschaft ist nach wie vor geprägt vom familiären Rollenbild des »männlichen Familienhalters« und der »weiblichen Dazuverdienerin«. Tatsache ist aber, dass die meisten Frauen einer Erwerbstätigkeit nachgehen müssen, um ihren Lebensunterhalt, und gegebenenfalls den ihrer Familien zu sichern.

Die Situation der im Handel beschäftigten Frauen (und Männer) ist beileibe nicht die beste. Im Gegenteil. Früher hat mir mein Beruf als Verkäuferin Spaß gemacht. Auch heute noch liebe ich meinen Beruf, doch die Arbeitsbedingungen haben sich wesentlich verschlechtert. Personalmangel, Stress, Konkurrenzkampf sowie die ewigen Forderungen nach verlängerten Ladenöffnungszeiten und »offenen Sonntagen« erschweren die Arbeit zunehmend. Es wird immer schwieriger, Familie und Beruf unter einen Hut zu kriegen. Der Mangel an Kinderkrippen zu sozialen Preisen und Schulkantinen ist ein Problem, das vielen berufstätigen Frauen schwer zu schaffen macht. Schließlich verdienen die meisten nur den Mindestlohn – oder eventuell den qualifizierten Mindestlohn, der heutzutage allerdings auch keine großen Sprünge erlaubt. Fakt ist, dass wenn es diesen Mindestlohn in Luxemburg nicht gäbe – eine Errungenschaft, die sich die Arbeiterklasse hart erkämpft hat, und die es unbedingt mit allen Mitteln zu verteidigen gilt – das Patronat versuchen würde, den Mindestpreis für unsere Arbeitskraft deutlich nach unten zu drücken.

Ein Mindestlohn, der unbedingt um mindestens 10 Prozent angehoben werden müsste. Die Arbeiterkammer rechnet sogar vor, dass der Mindestlohn eines Alleinstehenden, der ohne anderes Einkommen ist, um 22 Prozent angehoben werden müsste, um ihn vor dem Armutsrisiko zu schützen. Skandalös ist, dass auch diese Menschen aufgrund der in der Tripartite beschlossenen Indexmanipulation zwischen 2006 und 2009 die Hälfte eines Monatslohns bestohlen und betrogen werden. Niedrige Löhne bedeuten auch niedrige Renten. Nicht zuletzt auch deswegen drängt sich eine Anhebung des sozialen Mindestlohns regelrecht auf.

Der von den Schaffenden geleisteten Arbeit wird immer weniger Anerkennung und Respekt entgegen gebracht. Hierfür zeugen Aussagen wie »jede, egal welche Arbeit ist immer noch besser, als überhaupt keine Arbeit zu haben« oder »sozial ist, was Arbeit schafft«. Bei solchen Aussagen, die immer häufiger zu hören sind, fühlt man sich unweigerlich als Kostenfaktor, der beinahe dankbar dafür sein sollte, überhaupt arbeiten oder dienen zu können. Kein Wunder demnach, dass das Selbstvertrauen und das Selbstbewusstsein vieler Kolleginnen und Kollegen angeknackst ist.

Dabei sollte jeder wissen, dass solange das kapitalistische System nicht in Frage gestellt wird, das für Ausbeutung steht und Arbeitslosigkeit und Armut produziert, – und weiterhin Parteien gewählt werden, die allesamt systemgebunden sind und sich dabei wohl fühlen – es nicht zu den gewünschten Änderungen im Sinne der Schaffenden kommen kann und wird.

Marceline Barberi


»Gleichberechtigter, aber nicht gleichberechtigt«


Vier Frauen aus Luxemburg gingen im Januar auf die Reise nach Berlin. Sie folgten einer Einladung zur Konferenz des »Demokratischen Frauenbundes« (dfb) zum Thema: »Gleichstellungs- und Familienpolitik in Deutschland – aus der Geschichte lernen, Gegenwort gestalten, Zukunft ermöglichen«.

Der dfb ist nach 1990 aus dem Demokratischen Frauenbund Deutschlands (DFD) hervorgegangen, der über 40 Jahre lang die Entwicklung Deutschlands mitbestimmt hat. Gegründet anläßlich des Internationalen Frauentages im März 1947 von Frauen aus den drei westlichen und der sowjetischen Besatzungszone, war der DFD eine wichtige Organisation für die deutschen Frauen bei der Durchsetzung ihrer fundamentalen rechte.

Bezeichnend ist, daß der DFD in der Bundesrepublik Deutschland bereits im Jahre 1951 verboten wurde. Auch im Osten Deutschlands verlor der Frauenbund nach der sogenannten Wiedervereinigung an Einfluß und Bedeutung und wurde schließlich im Oktober 1990 in den dfb umgewandelt, der allerdings nur in den fünf ostdeutschen Bundesländern eine gewisse Bedeutung hat.

Somit bot sich bei der Konferenz des dfb die Gelegenheit zu interessanten Diskussionen und ganz besonders zum Nachdenken über einige Aussagen von Frauen, die vor beinahe 20 Jahren im sozialistischen Gesellschaftssystem gelebt haben.

»Auch zu DDR-Zeiten lag die Hauptlast von Beruf und Familie bei den Frauen, jedoch die Rahmenbedingungen waren günstiger. Gleichberechtigter waren wir damals, aber dennoch nicht völlig gleichberechtigt«, sagte uns eine Teilnehmerin. »Ich denke gerne an die DDR zurück, in der ich eine gesicherte Existenz hatte, in der meine Familie in Frieden leben konnte und in der ich nicht ständig darüber nachdenken musste, ob mein Arbeitsplatz erhalten bleibt.«

Eine andere Frau betonte, sie persönlich habe sich gleichberechtigt gefühlt. »Aber als Frau muss man immer etwas mehr in die Waagschale werfen, das war auch zu DDR-Zeiten so. Ich fühlte mich völlig gleichberechtigt und die gesellschaftlichen Bedingungen dafür waren hundertmal besser als heute.«

Die ostdeutschen Frauen mit DDR-Vergangenheit betonten vor allem die Möglichkeiten, an der Gestaltung der Gesellschaft und des eigenen Landes teilnehmen zu können. Dafür waren in der DDR die nötigen Rahmenbedingungen gegeben – nicht zuletzt auch durch die beharrliche Arbeit des DFD. Das hat sich im kapitalistischen Deutschland grundlegend geändert. Denn: »Ohne Arbeit verlieren die Frauen zunehmend das Interesse an gesellschaftlichen Fragen und Problemen.«

In der heutigen Zeit ringen die Frauen in erster Linie um einen Arbeitsplatz, um einen Job ohne Mobbing, um einen bezahlbaren Krippenplatz.

Frauen möchten selbständig sein, vor allem ökonomisch, sie wollen eine Arbeit haben, die die Existenz sichert und Anerkennung bringt, und die sich mit Familie und Kindern im Einklang bringen lässt.

Wenn Frauenrechte ein wichtiges Thema bleiben, dann hängt das damit zusammen, dass die dominierende Weltpolitik, die den Vergleich mit dem Sozialismus nicht mehr nötig hat, vorhandene soziale und damit auch frauenpolitische und frauenrechtliche Standards zurückfahren möchte.

Frauen müssen sich unvermindert für ihre Rechte einsetzen, weil keine der modernen Errungenschaften die gesellschaftliche Zweitrangigkeit von Frauen beseitigt hat.

Auch wenn Frauen und Männer gleichermaßen studieren können, hat dies noch nicht dazugeführt, dass Frauen ein selbstbestimmtes Leben führen können, dass sie zeitgerecht Kinder bekommen können und dass die Arbeit im Haushalt als gesellschaftlich wichtig gilt.

Die Frauen in allen Ländern Europas haben die gleichen Probleme und müssen kämpfen, um das zu erlangen, was die Frauen im Osten verloren haben.

Irène Bigler

Les femmes émigrées et l’égalité des chances

Une double ségrégation


Selon le rapport annuel du, Fonds des Nations Unies pour la population (UNFPA), les femmes représentent près de la moitié de tous les migrants à l’échelle mondiale.

Elles décident de se déplacer pour des raisons très diverses et, si certaines le font pour se marier et pour rejoindre leur mari et/ou leur famille, d’autres le font tout simplement pour trouver du travail. La situation varie selon l’endroit du monde auquel on se réfère, en fonction du pays d’origine et de celui de destination.

Traditionnellement, les femmes en suivant leur époux émigraient vers et à l’intérieur de l’Union européenne (UE). Si c’est encore vrai dans certains cas, il faut dire que de grands changements ont eu lieu dans ce domaine.

De nos jours, les femmes s’expatrient pour des raisons sociales, politiques, économiques et également dans beaucoup de cas pour des raisons professionnelles. Il ressort de certaines études, que dans l’Union européenne, les femmes émigrées représentent la catégorie dans laquelle on compte le plus de sans-emploi, la majeure partie étant des femmes célibataires.

Malgré la signature, en 1992, des accords de libre circulation destinés à faciliter le mouvement des citoyens au sein de l’UE, une citoyenne de l’UE qui souhaite vivre dans un autre Etat de l’UE ne pourra le faire qu’à condition de disposer de moyens économiques suffisants, afin de ne pas constituer une charge pour les programmes d’assistance sociale du pays d’accueil.

Si l’Europe souhaite véritablement offrir une égalité des chances à ses citoyens, elle doit prendre conscience du fait que le premier obstacle à la libre circulation de la main d’œuvre féminine est l’inexistence de programmes d’aide économique pour la garde des enfants. Les mères d’enfants âgés de moins de quatre ans rencontrent d’immenses difficultés à pouvoir accéder à un emploi à plein temps. De plus, les statistiques font apparaître clairement que, au sein de cette catégorie, les émigrées ont encore moins de possibilités que les nationales.

Un autre problème auquel de nombreuses femmes qui émigrent sont confrontées est que bien souvent leurs qualifications ne sont pas reconnues dans le pays d’accueil et, lorsqu’elles le sont, leur statut d’immigrées peut avoir des conséquences négatives, tant au niveau des conditions de travail qu’au niveau de la rémunération. Bien souvent elles doivent travailler à des postes très inférieurs à ceux auxquels leurs qualifications devraient leur permettre d’accéder. C’est ainsi que dans certains cas, des femmes émigrées, titulaires de titres d’études, se retrouvent à faire les servantes, les accompagnantes et même, dans certains cas heureusement plus rares, à se prostituer, pour arriver à subvenir à leurs besoins.

Tous les pays européens doivent étudier les effets de l’émigration sur l’altération du statut social des femmes. Même si, en théorie et légalement, aucun Etat membre ne peut traiter de manière différente les travailleurs issus d’autres Etats membres que les travailleurs nationaux, dans la pratique, les difficultés de toutes les immigrées sont renforcées par le sexisme inhérent à l’économie.

C’est pourquoi, nous exhortons les gouvernants mondiaux qui ont véritablement la volonté politique d’arriver un jour à l’égalité des chances, à mettre en place des politiques qui tiennent compte des problèmes particuliers des femmes émigrées et qui protègent leurs droits.

Marta de Medina-Rosales