Tag des Sieges über den Hitlerfaschismus – Gedenkfeier am russisch-sowjetischen Ehrenmal in Esch/Lallingen
"Die Opfer der Sowjetmenschen dürfen nicht vergessen werden"
Einen Tag vor dem 8. Mai – Tag des Sieges über den Hitlerfaschismus – fand auf dem Lallinger Friedhof in Esch/Alzette eine Gedenkfeier am Denkmal statt, das nach dem Zweiten Weltkrieg für die Sowjetbürger errichtet wurde, die ihr Leben im Kampf gegen den Hitlerfaschismus ließen oder von den Nazis als Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter nach Luxemburg verschleppt wurden.
Der russische Botschafter Edouard Malayan, Schöffe Henri Hinterscheid als Vertreter der Escher Gemeindeverwaltung, Ali Ruckert und Gilbert Simonelli als Vertreter der Kommunistischen Partei Luxemburgs und Angehörige der verschiedenen russischen Institutionen legten Blumen am Ehrenmal nieder. Anwesend war auch eine Delegation des Kulturzentrums Puschkin.
In kurzen Gelegenheitsansprachen würdigten Botschafter Malayan und Schöffe Hinterscheid die Rolle der Sowjetunion bei der Niederschlagung des Faschismus und erinnerten an die Opfer, welche die Völker der Sowjetunion und vieler weiterer Völker in Europa und der Welt brachten, um die faschistische Bestie zu besiegen. Botschafter Malayan erinnerte mit Dank daran, dass die Stadt Esch, mitten im Kalten Krieg, als die Freundschaft mit der Sowjetunion keineswegs dem offiziellen Zeitgeist entsprach, ein Denkmal für die gefallenen Sowjetbürger errichtete.
Gegenüber der »Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek« würdigte KPL-Präsident Ali Ruckert die Rolle der Sowjetunion im Kampf gegen den Faschismus und der Roten Armee beim Sieg über die Nazis.
»Wenn wir heute an die Opfer erinnern, welche die Sowjetmenschen im Kampf gegen den Faschismus brachten, so der KPL-Präsident, dann ist das keine Nostalgie, sondern eine Würdigung jener sowjetischen Männer und Frauen, darunter Millionen Kommunisten, die ihr Leben im Kampf gegen den Hitlerfaschismus und dessen Weltherrschaftspläne gaben. Für uns Kommunisten ist es gleichzeitig Vermächtnis und Verpflichtung, antifaschistische Traditionen wachzuhalten und alle Bestrebungen zu bekämpfen, welche in Richtung Demokratieabbau, Unterdrückung, Krieg und imperialistischer Weltherrschaft gehen. Denn der Faschismus war kein »Betriebsunfall«, sondern die offene, terroristische Diktatur der reaktionärsten, chauvinistischsten, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals. Auch heute gibt es im Kapitalismus wieder Kräfte, die angesichts der sich verschärfenden Krise wieder mit der faschistischen Option liebäugeln.
Ein Tag wie dieser ist zudem geeignet, daran zu erinnern, dass auch die Luxemburger Regierung die Pflicht hat, sich aktiv für Frieden und Völkerfreundschaft einzusetzen. Pläne von neuen US-Raketenbasen in Europa, welche das russische Volk bedrohen und die Lage in Europa destabilisieren, können nicht im Interesse des Luxemburger Volkes sein.«








