KPL fordert: Briefträger, Postbüros und Universaldienst erhalten!


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Die von der EU mit der Zustimmung der Luxemburger Regierung betriebene Liberalisierung und Privatisierung der Postdienste haben katastrophale Auswirkungen auf das Statut und die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten, die Strukturen der Post und die Postdienst¬leistungen für die Bevölkerung.

Die KPL

– stellt fest, dass eine solche Entwicklung zu Lohndumping, einer Abschaffung des Briefträgerstatuts, einer massiven Verschlechterung der Arbeitsbedingungen aller Beschäftigten der Post, zur Schließung vieler Postbüros, zur Auslagerung und teilweisen Privatisierung des Telekommunikationsbereichs und einer Gefährdung des Universaldienstes führt;

– bekräftigt ihre Ablehnung gegenüber der Liberalisierung der Postdienste und jeglicher Privatisierungsbestreben, da sie zur Zerschlagung öffentlicher Betriebe, zu sozialen Verschlechterungen für die Beschäftigten und zu höheren Preisen oder zum Abbau von Dienstleistungen für einen Großteil der Kundschaft führen;

– fordert, dass die Briefträgerkarriere und das öffentliche Statut der Beschäftigten der Post erhalten bleiben, das Netz der Postbüros ausgebaut, der Universaldienst erweitert wird und die verschiedenen Postbereiche in einer öffentlichen Gesellschaft zusammenbleiben, um eine dauerhafte Finanzierung des Universaldienstes zu garantieren;

– erklärt sich solidarisch mit den Gewerkschaften im Kampf für den Erhalt der sozialen Errungenschaften der Beschäftigten der Post und ist bereit, gewerkschaftliche Aktionen zu unterstützen; – verweist darauf, dass die belgischen Postangestellten im Oktober vergangenen Jahres mit einem zweiwöchigen Streik erfolgreich verhinderten, dass Briefträger durch schlechtbezahlte Teilzeitbeschäftigte ersetzt wurden;

– ruft die Bevölkerung zur Solidarität mit den Gewerkschaften und den Beschäftigten der Post auf.

Mitgeteilt von der KPL

Esch/Alzette, den 19. Februar 2010

Verteilungsaktion der Kommunisten vor großen Postämtern

Viel Sympathie und Solidarität

Um über die katastrophalen Auswirkungen von Liberalisierung und Privatisierung im Postwesen zu informieren und gleichzeitig ihre Solidarität mit den Beschäftigten der Post zu bekunden, führte die Kommunistische Partei Luxemburgs am 19. Februar 2010 eine Verteilungsaktion vor den drei größten Postämtern in der Hauptstadt und in Esch/Alzette und im Verteilerzentrum auf »Krakelshaff« bei Düdelingen eine Verteilungsaktion durch.

Die Militanten der KPL, die an der Aktion teilnahmen, hatten Schilder mit der Aufschrift »Bréifdréier, Postbüroen an Universaldéngscht erhalen!« umgehängt und verteilten die Freitagausgabe der »Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek« mit einer Stellungnahme der KPL und einem Interview mit dem Präsidenten der »Bréifdréieschgewerkschaft« Eugène Kirsch, der zu den Herausforderungen im Postwesen und den Abbau- und Privatisierungsplänen der Postdirektion Stellung bezog.

Im Interview mit der »Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek« hatte Präsident Kirsch unter anderem erklärt: »Wir werden unserer kämpferischen Tradition aus der Vergangenheit treu bleiben und wollen uns mit allen gewerkschaftlichen Mitteln gegen eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen, gegen Lohndumping, und eine Aushöhlung des Briefträgerstatuts zur Wehr setzen.«

Von den Beschäftigten der Post, die sich für die Solidarität bedankten, wurden die Kommunisten überall sehr freundlich empfangen. Es kam zudem zu angeregten Diskussionen, während denen viele Postkunden ihre Sympathie für die Aktion bekundeten und sich kategorisch für den Erhalt des Briefträgers, der Postbüros und des Universaldienstes aussprachen. Manche meinten, dass dass sie sofort unterschreiben würden, sollten die Gewerkschaften von ihnen Solidarität fordern.