SEKTION SANEM-BELES

Heimlich, still und leise…


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…wurde in den vergangenen Wochen ein Straßenschild in der Alliiertenstraße in Beles von den Gemeindediensten aufgestellt, das darauf hinweist, dass sich hier fortan ein Platz mit dem Namen von Jos Grandgenet befindet.

Fast 20 Jahre nach dem Tod von Jos Grandgenet wurde nun endlich seiner von den Gemeindeverantwortlichen gedacht.

Die KPL-Gemeng Suessem und eine Reihe Bürger aus der Gemeinde hatten schon vor Jahren, nachdem sie in zahlreichen Zeitungsartikeln gegen die Vergeßlichkeit der aufeinanderfolgenden Schöffenräte protestiert hatten, auf die Verdienste von Jos Grandgenet gegenüber den Bürgern aus der Gemeinde Sassenheim und des Landes hingewiesen.

Symbolisch hatten die Kommunisten den Platz vor seinem Hause nach Jos Grandgenet benannt, da die jeweiligen Gemeindeverantwortlichen immer wieder die seit Jahren vorgesehene Straßenerneuerung als Vorwand genommen hatten, um dem unvergessenen kommunistischen Patrioten, Gemeinderat, Schöffen und Abgeordneten eine Gedenktafel zu errichten.

Das Hinweisschild, das nun die »Place Grandgenet« kennzeichnet, steht genau vor Grandgenets ehemaliger Wohnung, wurde aber leider, ohne dass die Einwohner, ja nicht einmal alle Gemeinderäte davon in Kenntnis gesetzt worden wären, sang und klanglos angebracht.

Auch wenn das Beleser Straßennetz in den kommenden Jahren zu den Stiefkindern im Straßenbau zählen sollte, da kein Geld in der Gemeindekasse für Straßenbau sein soll, wie der Bürgermeister gelegentlich der rezenten Aufklärungsversammlung über die Arcelor-Brachen zu verstehen gab, so sind wir dennoch der Meinung, dass sich eine offizielle Einweihungsfeier des Jos. Grandgenet-Platzes, an der alle Bürger teilnehmen könnten, geradezu aufdrängt. Es sollte nie zu spät sein, das Versäumte nachzuholen.

Die Kommunisten aus der Gemeinde Sassenheim


Genosse Jean-Baptiste Grandgenet
feierte 100. Geburtstag


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Am 13. Februar feierte unser Genosse Jean-Baptiste Grandgenet seinen 100. Geburtstag. Aus diesem Anlass überbrachte ihm eine Delegation der Sektion Gemeng Suessem der Kommunistischen Partei Luxemburgs, der sich KPL-Präsident Ali Ruckert angeschlossen hatte, dem Jubilar die besten Grüße.

Seit seiner Geburt wohnt Jean-Baptiste Grandgenet in Beles, wo er im Jahre 1933 auch Irma Bernard heiratete, die 1989 verstarb. Dem Paar wurden zwei Kinder geboren, Annette und Emile. Drei Enkel und eben so viele Urenkel gehören heute zum Familienkreis.

Als junger Arbeiter – auf ARBED/Belval war er als Dreher beschäftigt – mit den großen Problemen der Arbeiterfamilien im Süden des Landes und der Ausbeutung der schaffenden Menschen direkt konfrontiert, und besorgt über die großen Gefahren, die sich mit dem Erstarken der Nazis in Deutschland deutlich abzeichneten, trat Jean-Baptiste Grandgenet am 24. Juni 1934 der Kommunistischen Partei Luxemburgs bei. Einer Partei, dem der Bruder des einstigen, bereits verstorbenen kommunistischen Abgeordneten und Schöffen der Gemeinde Sanem, Jos Grandgenet, während nahezu 73 Jahren bis heute treu geblieben ist.

Wegen seiner politischen Ansichten wurde der heute Hundertjährige während des Zweiten Weltkriegs, ähnlich wie zahlreiche andere Kommunisten auch, von den Nazis verhaftet. Dem Tod entkam er damals glücklicherweise quasi im letzten Moment.

Aktiv war Jean-Baptiste auch gewerkschaftlich. Zuerst im FLA, später nach der Fu-sion im LAV. So gehörte er beispielsweise lange Jahre dem Arbeiterhauptausschuß von ARBED-Belval und als Vertreter der Versicherten dem Krankenkassenausschuss an.

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