SEKTION DIFFERDINGEN

Bilanz und Ausblick bei den Kommunisten aus
der Gemeinde Differdingen

Gemeinsam gegen Sozialabbau, Taxenerhöhungen und Mißwirtschaft des Schöffenrats


differdange

Die Kommunisten lehnen den von der Regierung beschlossenen Sozialabbau kategorisch ab und fordern stattdessen eine sofortige Rück-nahme der Indexmanipulation, einen allgemeinen Preisstopp und Arbeit für alle. Das erklärte der Präsident der Sektion Differdingen der KPL, Edoardo Tiberi, anlässlich der Generalversammlung der Kommunisten aus der Gemeinde Differdingen im »Café beim Spidol« in Niederkorn.

Was die Entwicklung in der Gemeinde Differdingen angeht, bedauerte der Sektionspräsident, dass der DP/Déi-Gréng-Schöffenrat nicht die richtigen Akzente setzt. Statt die Probleme zu lösen, die sich auf lokaler Ebene stellen, betreibe der Schöffenrat Propagandaaktionen und feiere bei jeder unpassenden Gelegenheit Feste, welche unnötig viel Geld kosten

Andererseits aber habe die DP/Déi-Gréng-Koalition massive Taxenerhöhungen vorgenommen, welche die Bürger schwer belasten, sei aber nicht in der Lage, die sozialen Probleme, die in der Gemeinde immer größer werden, auch nur ansatzweise zu lösen.

Aus dem Bericht von Sekretärin Gertrud Ruckert bleibt festzuhalten, dass die Differdinger Kommunisten den Schwerpunkt ihrer Aktivitäten auf die KPL-Kampagne »Géint all sozialen Ofbau!«, gegen Indexmanipulation und Taxenerhöhungen legte. Darüber hinaus griffen sie eine Reihe lokaler Probleme auf, übten Kritiken an der Schöffenratspolitik und schlugen Alternativen vor. Erste Verteilungen der »Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek« mit Sonderseiten zu Lasauvage und Niederkorn fanden bereits statt. Demnächst sollen auch die Probleme in Oberkorn, Differdingen und Fousbann aufgegriffen werden.

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Kassiererin Irène Bigler trug den Kassenbericht vor und hielt fest, dass aus finanzieller Sicht weitere Anstrengungen erfolgen müssen, um die Bevölkerung in Zukunft regelmäßiger über die salariatsfeindlichen Beschlüsse der CSV/LSAP-Regierung, die Mißwirtschaft des Differdinger Schöffenrats und die Alternativen der Kommunisten zu informieren.

Anschließend referierte Gilbert Simonelli, Vizepräsident der KPL, über sozial-politische Fragen (Arbeitslosigkeit, Sozialversicherungen und Einheitsstatut), bevor KPL-Präsident Ali Ru-ckert sich mit den Parlamentswahlen von 2009 befasste und dazu aufrief, alles zu tun, damit die Kommunisten, die beschlossen haben, mit offenen Listen in die Wahlen zu gehen, wieder ins Parlament gewählt werden.

Dem neu gewählten Vorstand gehören an: Christophe Bartz, Jeff Bettendorff, Irène Bigler, Ali Ruckert, Gertrud Ruckert, Edioardo Tiberi und Lucien Vibi.


100 Joer Déifferdéng: Ignoranz oder politisch bedingtes Totschweigen?


Warum diese Frage? Nun, Im Jahr 2007 wurde das hundertjährige Bestehen der Stadt Differdingen mit großem Pomp gefeiert. Aus diesem Anlass wurde eigens ein schönes, großes doch leider unkomplettes Buch herausgegeben, in welchem mindestens zwei wichtige Ereignisse vergessen oder geflissentlich verschwiegen wurden.

In der Auflistung der geschichtlichen Geschehnisse wurden manch weniger bedeutende Ereignisse angegeben, wie zum Beispiel, daß in dieser oder jener Ortschaft diese oder jene Anzahl Kinder geboren wurden, eine Kommission zwecks Vergrößerung der Niederkorner Kirche gegründet wurde, die Einweihung der Kapelle in der rue de Belvaux usw. usf. Glatt »vergessen« wurde jedoch das Entstehen des LRIV (Lëtzebuerger Rentner- und Invalidenverband) im September 1917 und der Kommunistischen Partei Luxemburgs (KPL), welche am 2. Januar 1921 in Niederkorn gegründet wurde.

Weil es in jener Zeit keine Unfallversicherung für die Hütten- und Bergbauarbeiter gab, und die Löhne sehr niedrig waren, führte dies dazu, daß bei tödlichen Unfällen so manche Familien, zusätzlich zu ihrem Leid, in arge finanzielle Bedrängnis gerieten. Dies führte dazu, daß fortschrittliche Arbeiter einer Organisation ins Leben riefen, um den in Not geratenen Familien zu helfen. Das war die Geburtsstunde des LRIV.

Die am 2. Januar 1921 erfolgte Gründung der KPL, der eine Spaltung der sozialistischen Partei voranging, ist hingegen darauf zurückzuführen, dass Arbeiter und Intellektuelle, die in der sozialistischen Partei waren, weiter am revolutionären Sturz des Kapitalismus und an der Schaffung einer sozial gerechten Gesellschaft festhalten wollten und daher den Beitritt zu Kommunistischen Internationale forderten, während die Führer der Sozialdemokratie auf die Abschaffung des Kapitalismus verzichteten und sich mit dem Kapital arrangierten.

Wie dem auch sei, auch wenn diese beiden Organisationen gegenwärtig in der gemeinde nicht mehr den gleichen Impakt in der Bevölkerung haben, kann man nicht leugnen, sie ihre Tätigkeiten stets in den Dienst der schaffenden Menschen stellten, sich immer kritisch gegen unsoziale Maßnahmen äußerten und nicht mit ihrer Meinung hinter dem Berg hielten, was bewirkte, dass manche Politiker diese Organisationen zum Teufel wünschten und alles taten, um sie zu diskriminieren und zu verleumden. Dies sowohl auf Gemeindeebene als auch auf Landesplan.

In Luxemburg kann eben nicht sein was nicht sein darf.

In einer Diktatur werden den Menschen Meinungen mit dem Knüppel eingebläut, in einer Demokratie sind die Mittel wohl subtiler aber ebenso undemokratisch. Dazu gehört, dass unbequeme Personen und Organisationen totgeschwiegen werden.

Ein geradezu schäbiges Verhalten und eine Geschichtsfälschung der politisch Verantwortlichen in der Gemeinde Differdingen. Und so was nennt sich demokratisch!

Lucien Vibi


Budget 2008 de Differdange:
Hausse record de la pauvreté


Le Budget 2008 de Differdange, le règlement le plus important de la Ville et, selon Claude Meisch, le meilleur Budget qu’il a eu l’occasion et la joie de présenter, a été approuvé par 10 voix (8 DP et 2 dei Gréng) contre 7 (4 LSAP et 3 CSV).

Octroyer à la Ville de Differdange une des plus grandes dettes par habitant de son histoire et qualifier cela de meilleur budget, représente à mon avis une effronterie envers la population.

Les conseillers ont attendu en vain un avis de la commission des finances, qui ne s’est réunie que 2 fois en 2007, dont les membres appartenant à la majorité n’ont pas pu ou n’ont pas été autorisés à donner des explications sur le budget 2008. Le président de la commission des finances, après avoir démontré son incapacité de travailler dans des conditions raisonnables, a finalement jeté l’éponge pour ensuite être remplacé par un membre du conseil communal. Il est très difficile pour ne pas dire impossible de prendre position sur un budget dans de telles circonstances.

Ce qui a frappé énormément lors de la présentation du budget c’est le fait que la moyenne des personnes qui nécessite une aide financière de la part de la ville a carrément explosé. De 2001 à 2006 cette moyenne était de 130 personnes par mois alors que pour les 9 derniers mois de 2007 elle est passée à 470 personnes. Ce phénomène s’explique d’une part par l’instauration d’un règlement, voté par le parti démocratique et dei Gréng, destiné à augmenter massivement les taxes d’ordures ainsi que les taxes de l’eau et du canal. D’autre part il ne faut pas perdre de vue, toutes les mesures de démantèlement social prises au niveau national, approuvées avec les voix du parti de Claude Meisch et celles du parti de Roberto Traversini, les mêmes qui aujourd’hui ne remettent pas en question ces mesures d’appauvrissement de la population, basées sur des mensonges.

Le budget 2008 qui s’identifie principalement en tant que politique de proclamation et dont, par exemple, les dépenses relatives aux publications, contenant des milliers de photos propagandistes, ont quadruplé durant les 3 dernières années. Les dépenses des fêtes sont également en hausse, sans compter les festivités à l’occasion du centenaire.

500.000 € sont prévus pour des études relatives à la rue Woiwer, bien connue de nos concitoyens, en vue de la remettre en état. Cette somme est d’autant plus bizarre que le plan de la rue Woiwer existe déjà et que lors de la présentation de ce plan par les autorités de la ville, les mêmes qu’aujourd’hui, ce plan était qualifié de définitif ! Alors, pourquoi faut-il investir 500.000 € pour une nouvelle étude?

D’après Claude Meisch, une piste cyclable va être intégrée dans la rue Woiwer et c’est pour cela qu’une nouvelle étude est nécessaire. Si à chaque changement d’idée il faut une nouvelle étude, les bureaux d’études se réjouiront. Il faut rappeler que les travaux de rafistolage de la rue Pierre Gansen avant les élections de 2005 n’ont pas résolu le problème de l’infrastructure souterraine totalement délaissée et qu’aucune mention de ces travaux devenus nécessaires n’est faite dans le budget 2008.

Pour revenir aux fêtes, la préoccupation majeure de notre collège des bourgmestre et échevins, rappelons les milliers d’euros mis à la disposition des fonctionnaires pour organiser des fêtes en dehors de leurs temps de travail.

Le parti communiste (KPL) de Differdange ne peut pas accepter que l’argent des contribuables soit dépensé pour des fêtes et pour l’amusement alors qu’il y a beaucoup de chantiers répartis sur le territoire de la Ville de Differdange qui nécessitent une vision politique à long terme et non à court terme et de proclamation.

Edoardo Tiberi


KPL: Der Schöffenrat handelt gegen
die Interessen der Bevölkerung


differdange

Gelegentlich ihrer Generalversammlung, am 13. April 2007 im »Café beim Spidol« in Niederkorn, waren die Kommunisten aus der Gemeinde Differdingen sich einig: Der Schöffenrat aus DP und Grünen betreibt eine Politik, die nicht im Interesse der großen Mehrheit der Einwohner unserer Gemeinde ist.

Das wurde mit den massiven Taxenerhöhungen deutlich, welche DP und Déi Gréng beschlossen, angefangen bei den Kanzleitaxen, der Hundetaxe, der Musikschule, des Foyer scolaire und des Essen auf Rädern, bis hin zum Wasserpreis und der Mülltaxe. Diese »Anpassungen« von 50%, 100%, 200% und mehr sind eine starke Belastung, insbesondere für die Familien mit kleinen und mittleren Einkommen, die bereits von der CSV/ LSAP-Regierung mit einer Indexmanipulation bis 2009 um einen halben Monatslohn betrogen werden.

Auch tat der Schöffenrat nichts, um das HPMA-Krankenhaus in Niederkorn und damit die umfassende gesundheitliche Betreuung der Bevölkerung vor Ort und die Arbeitsplätze der Krankenhausbeschäftigten energisch zu verteidigen.

Das sind nur zwei Beispiele, die deutlich machen, dass die Differdinger Bevölkerung sich einen solchen Schöffenrat eigentlich nicht leisten kann, und dass sich etwas in unserer Gemeinde ändern muss.

Die Kommunisten werden sich dafür einsetzen.

Das Komitee der KPL

Edoardo Tiberi (Präsident), Gertrud Ruckert (Sekretärin), Irène Bigler (Kassiererin), Christophe Bartz, Jeff Bettendorff, Ali Ruckert, Lucien Vibi.

Massive Taxenerhöhungen in Differdingen:

"Das sind Raubrittermethoden",
sagen die Kommunisten


mullabfuh

Zur gleichen Zeit, da CSV und LSAP auf Regierungsebene den Index manipulierten, Kindergeld, Erziehungszulage und Elternurlaub nicht mehr an die Teuerung anpassten, das Rentenajustement verzögerten und die Autosteuer praktisch verdoppelten, beschlossen DP und Déi Gréng in Differdingen eine massive Taxenerhöhung.

Die Taxen und Preise für Dienstleistungen wurden in 16 verschiedenen Bereichen zum Teil massiv erhöht, angefangen bei den Kanzleitaxen, der Hundetaxe und der Musikschule, über die Preise für den Foyer scolaire, das Essen auf Räder und die Erwachsenenbildung, bis hin zum Wasserpreis und zur Müllabfuhrtaxe.

Von einer »Anpassung« kann man in diesem Fall wohl nicht mehr reden, denn es handelt sich um Erhöhungen, welche 100%, 150%, 200% und mehr betragen.

Entsprechend den Beschlüssen von DP und Déi Gréng wird im Müllbereich ab 1. Januar 2007 eine neue »taxe de raccordement« von 162 Euro pro Jahr eingeführt, welche jeder Haushalt zahlen muss. Zusätzlich wird jedem Haushalt die Zahl der Wochen angerechnet, an welchen seine Mülltonne entleert wird.

Wer die Müllabfuhr bisher einmal in der Woche in Anspruch nahm und in Zukunft seine Mülltonne nur jede 2. Woche von der Müllabfuhr entleeren lässt, wird dennoch massiv zur Kasse gebeten, wie das nachstehende Beispiel zeigt:

tableau

Wer aber, wie bisher, seine Mülltonne einmal in der Woche entleeren lassen muss, dem wird das Geld in noch weitaus größerem Maße aus der Tasche gezogen.

Trotz dieser Belastung, welche auf die Bevölkerung zukommt, hatte DP-Bürgermeister Meisch behauptet, jetzt hätten wir ein »familienfreundlicheres« System. »Mer mengen awer, datt mer elo e System hunn, dee méi familljefrëndlech ass«, behauptete er  in der Gemeinderatssitzung vom 28. Juli 2006. Angesichts der massiven Erhöhung, die alle treffen wird, geht es wohl nicht zynischer!

Doch es bleibt nicht bei der Erhöhung der Mülltaxe. Auch die Anhebung des Wasserpreises und der Kanaltaxe von 1,74 auf 3 € (ohne TVA) pro Kubikmeter, sowie die massive Erhöhung der Tarife für die Betreuung im Foyer scolaire (zwischen 25% und 350%), wird das Einkommen vieler Familien stark belasten. So dass die in Aussicht gestellte höhere Teuerungszulage für Einwohner mit kleinen Löhnen und Renten, defacto von den Taxenerhöhungen aufgefressen wird, nach dem Motto, mit der einen Hand geben, mit der anderen nehmen!

Die Kommunistische Partei Luxemburgs, die sich immer für soziale Preise und Dienstleistungen einsetzte, kann nicht mit den Raubrittermethoden der DP und der Grünen einverstanden sein.

Von dem sozialen Mäntelchen, das sich die Grünen umgelegt hatten, bleibt inzwischen nichts mehr übrig. Auch die Rechtfertigungen der DP, die Regierung habe die Zuwendungen an die Gemeinden gekürzt, und der Wasserdirektive aus Brüssel zufolge dürfe der Wasserpreis nicht mehr vom Staat oder der Gemeinde subventioniert werden, kann man nicht gelten lassen.

Denn erstens kürzten bisher alle Regierungen von CSV, LSAP und DP die Zuwendungen an die Gemeinden, und zweitens gab es bisher keine Regierungspartei, die gegen die neoliberale Brüsseler Politik protestiert hätte. Im Gegenteil: sie alle unterstützten sogar immer wieder die sozialfeindlichen Beschlüsse der EU-Kommission, welche heute so negative Auswirkungen auf die Lebensbedingungen und Einkommen der schaffenden Menschen haben.

Und was machte die Opposition im Gemeinderat? Statt gegen die Taxenerhöhungen zu stimmen, verließen alle CSV- und LSAP-Vertreter den Sitzungssaal, so dass die Taxen einstimmig angenommen wurden. Sie taten das aus demagogischen Gründen, um mit dem Finger auf die DP und die Grünen zu zeigen, während ihre eigenen Parteikollegen in der Regierung (deren Politik CSV und LSAP in Differdingen verteidigen) die Schaffenden so richtig abzocken.

Immerhin wird der Lohn- und Rentenklau, den CSV und LSAP betreiben, jeden Lohn- und Rentenempfänger zwischen 2006 und 2009 mindestens ein halbes Monatseinkommen kosten.

Die Kommunisten lehnen den von der Regierung beschlossenen Sozialabbau kategorisch ab. Sie sagen auch nein zu den Taxenerhöhungen des DP-Déi Gréng-Schöffenrats. Deshalb ist es notwendig die KPL, die gegen jeden Sozialabbau eintritt, zu unterstützen, damit sie in Zukunft wieder im Parlament und im Differdinger Gemeinderat die Interessen der schaffenden Menschen energisch verteidigen kann.

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